NABU Jüchen in den Medien

2016


01.03.2016

Kinder der Grundschule Jüchen retten Igel vor dem Verhungern

Kinder der 2. Klasse der Grundschule Jüchen und ihre Toni-Treff Erzieherinnen fanden vor wenigen Tagen auf dem Schulhof einen verletzten Igel.

Mit der Bitte um Hilfe übergaben sie ihn an Frau Bienert, Lehrerin und NABU-Mitglied. Noch am selben Tag kümmerte sich eine „Igelspezialistin“ des NABU um das verletzte Tier.

Die Wunden wurden versorgt, Flöhe und Zecken entfernt und die Lungenentzündung des kleinen Tieres wird professionell behandelt. Außerdem war das Tier völlig abgemagert und mit 327g viel zu mager um den Winter zu überstehen.

Mittlerweile ist „Oskar“, so wird er von den Kindern genannt, auf dem Weg der Besserung, hat schon über 150g zugenommen und wenn alles gut verläuft, kann er im Frühjahr wieder in die Freiheit entlassen werden.


02/2016

Neuer Brutplatz für die Schleiereule in Gierath

 

Gierath 
Zu den Haupttätigkeitsfeldern des NABU-Jüchen gehört der aktive Vogelschutz mit der Betreuung und regelmäßigen Pflege von weit mehr als 300 Nistkästen, die über das gesamte Gemeindegebiet verteilt sind. Dazu speziell gehört auch der Greifvogel- und Eulenschutz. So wurde nun ein Schleiereulen-Nistkasten bei Gut Stammheim in Gierath angebracht. Die schöne Schleieule mit dem markanten herzförmigen Gesichtsschleier ist aber leider immer seltener geworden. Aufgrund der Tatsache, dass in den letzten Jahrzehnten viele ehemalige Brutplätze der Schleiereule nicht mehr zugänglich sind, weil z.B. bei den meißten Kirchtürmen die Einflugöffnungen vergittert worden sind, leidet die Schleiereule heute unter großer Wohnungsnot. Gleichzeitig hat wohl auch die Intensivierung der Landwirtschaft , speziell durch Umbruch von Grünland in Ackerland zum Maisanbau, dazu beigetragen, dass die Nahrungsbasis der Schleiereule, nämlich u.a. Feldmäuse, Spitzmäuse, Maulwürfe, Sperlinge, verringert wurde. Eine weitere Rückgangsursache sind die starken Verluste, die Schleiereulen durch Kollision mit dem Straßen- und Schienenverkehr sowie durch Anfliegen an Stromleitungen erleiden. Doch der NABU-Jüchen wird sich  auch weiterhin aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit viel Spaß am aktiven Naturschutz für eine weitere Verbreitung der Schleiereule im gesamten Gemeindegebiet Jüchens einsetzen. Deswegen wurde nun in Abstimmung mit Herrn Rudolph von Gut Stammheim dort in luftiger Höhe an der Innenseite einer Scheunenmauer, mit dem Ausflugloch nach außen zu den Wiesen und Weiden, ein spezieller Nistkästen für die Schleiereule angebracht.

Rudolf Kuhn

NABU-Jüchen